Tolle Reden und Kostüme beim Kräppelnachmittag der Senioren-Union Marion Thürmer, Vorsitzende der Seniorenunion, war positiv überrascht. So tolle Beiträge zum Kräppelnachmittag am Donnerstag bei Mehmet hätte sie kaum erwartet. Aber ganz viele Mitglieder hatten sich nicht nur mit einem Kostüm gut vorbereitet, sondern auch Redebeiträge in der Tasche, die sie auch loswerden wollten
Reschen Pullmann brauchte gar kein Manuskript. Sie rechnete als Lotte auswendig mit den Männern ab, die sie in ihrer Jugend oft schnöde behandelt hatten. „Männer sind genug da. Finde ich hier keinen, dann fahre ich nach Amerika“, rief sie zum Schluss unter donnerndem Applaus.
Auch Christa Roth und Lieselotte Übel hatten sich die Männer vorgenommen. Als schönes Frauenpaar suchten die beiden einen, respektive zwei Ehemänner. Und wo sie überall gesucht haben: bei der Feuerwehr, beim Gemeinderat, dem Ordinariat in Mainz oder bei den Kolpingbrüdern. Genommen hätten sie einen der schnarcht, Käsfüß und falsche Zähne hat, sogar evangelisch hätte er sein können. Doch auch nach diesem Nachmittag befanden die beiden, dass sie immer noch weitersuchen müssen.
Elli Trumpfheller hingegen beschloss, dass sie statt ins Pflegeheim doch lieber auf die Aida geht. 200 Euro kostet der Platz im Altersheim pro Tag, 135 Euro bei einer längeren Reise auf dem Schiff. Den Rest gibt sie gerne an Trinkgeldern aus, hat dafür aber drei Swimmingpools, jeden Abend Shows und Personal, „das einen wie einen Kunden und nicht wie einen Patienten behandelt.“
Bürgermeister Achim Grimm war auch wieder unter die Dichter gegangen und hatte in seine Begrüßung die „Kotelett-Nager, Rippchenfreaks,Haspelfreunde und Worschtplattverdricker“ mit aufgenommen. Darunter waren auch die „Zahnprotheseträger und die mit Hosenträger,die mit Flecke uff de Blus und die mit scharfe, schwarze Dessous“. Jeder wird sich wohl von irgendeiner Eigenschaft angesprochen gefühlt haben. Der Beifall war auf je jeden Fall groß.
Über den neuen Pastor wurde noch philosophiert,darüber wie gut es doch die Männer haben, aber auch über die Dankbarkeit über die Freuden des Lebens.
Eine sehr sportliche Rede gab es noch von Elfriede Burger,der Fraa von de Bäsch.Ausgerüstet waren die Senioren auch mit Tröten. Wer kein solches Beifallsbekundungsinstrument dabei hatte, nutzte die Hände oder die Stimme. Auf jeden Fall war die Stimmung super, da waren sich am Ende alle einig.
Lokalanzeiger /Ulrike Bernauer